Mehr Leistung aus Plesk holen


Wer einen (meist Linux)-Server besitzt, hat eventuell sich schonmal mit Plesk auseinander gesetzt.
Plesk ist eine Verwaltungssoftware für Serverbetreiber, die einiges an Arbeit abnimmt.
Neben der Verwaltung von User, kommt gleichzeitig noch eine E-Mail-Verwaltung, Webspace und vieles mehr dazu.
Das ganze ist einfach per Weboberfläche zu bedienen.
Doch Plesk hat zwei Problemzonen, die die Nutzererfahrung etwas trüben.
Zum einen kostet es Geld und zum anderen ist die Leistung am Ende etwas dürftig.

Der erste Punkt ist nicht der schlimmste, denn bei Hostern wie MyLoc (Webtropia & Co.) oder Strato, ist Plesk schon im Serverpaket mit dabei und kostet nicht mehr.
Der zweite Punkt ist etwas komplizierter, denn Plesk ist von Haus aus, etwas mies eingestellt.
Mit diesem Tutorial, kannst du dein Plesk etwas tunen und wirklich mehr Leistung aus deinem Server heraus holen.
Egal ob du Plesk auf Windows oder Linux nutzt.
In den nächsten 12 Schritten, wirst du einige Punkte durchlaufen, welche vor allem sich auch die Ladezeiten von Webseiten positiv bezieht und Suchmaschinen wie Google deine Seiten besser bewerten.
Zum Schluss sichern wir dein Plesk und vor allem dein gesamten Server noch etwas ab!
Doch bevor wir beginnen, brauchen wir eine Sache dringend!
Wir brauchen Root-Zugang (Linux) / ein Administratorkonto (Windows)!
Denn ohne den Root-Account, kommen wir nicht an alle Punkte und Einstellungen dran, die wir benötigen.
Verschaff dir daher als erstes Root-Zugang (Linux) / ein Administratorkonto (Windows).
Noch ein Hinweis für Neulinge als auch für Nutzer, die Plesk schon eine Weile kennen:
Diese Anleitung basiert auf eigenen Erfahrungen sowie teilweise Hilfe aus der Plesk-Comunity.
Sie ist nicht zu 100% Perfekt, kann aber für den Einstieg und die Anpassung von Plesk gut genutzt werden.
Es muss jeder selbst wissen, was benötigt wird. Falls daher Verbessungsvorschläge vorhanden sind, schreibt diese unten als Komentar dazu. Ich werde diese dann überprüfen und ggf. diese Anleitung überarbeiten.

1. Schritt: Auslastung des Servers überprüfen

Als erstes müssen wir natürlich wissen, wie stark unser Server aktuell ausgelastet ist.
Dazu schalten wir uns per SSH oder Remotedesktop auf den Server und schauen uns mal die Auslastung an.
Nutzt dazu bei Linux den Befehl top oder wer etwas auf Farbe steht htop.
(htop muss aber manuell erst installiert werden!)
Bei Windows genügt der Taskmanager.

Ist die Auslastung der CPU sehr niedrig (0-15%), ist alles Wunderbar.
Sollte sie deutlich höher sein, prüfe nach, welche Anwendung gerade viel Leistung braucht und beende diese ggf.!
Ist die Auslastung durch den Webserver Apache recht hoch, können wir diese am Schluss sehr stark wieder senken.
Schaut nun noch auf den RAM (Arbeitsspeicher).
Wie viel haben wir noch zur Verfügung?
Mehr freien RAM, bedeutet mehr Performance die zur Verfügung steht, die aktuell nicht genutzt wird.
Im Screenshot siehst du als Beispiel einen Server, mit 4 Kernen und 8GB RAM.
Der RAM ist aktuell nicht groß ausgelastet und kann mit Arbeit befüllt werden.


Falls du noch wissen möchtest, wie stark deine Netzwerkkarte ausgelastet ist, installiere dir iftop.
Damit kannst du die Auslastung anzeigen lassen.
Bei Windows nutze den Tab Netzwerk im Taskmanager.

Tipp: Schau alle paar Tage nach der Auslastung. So siehst du, wie es deinem Server aktuell geht. Plesk selbst liefert auch schöne Grafiken dazu im Webinterface.
Ist der Server ausgelastet, meldet dies Plesk auch. So kannst du eventuellen Problemen gleich nach gehen und diese beheben.

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2. Speedtest mit Google


Google führt deine Webseite in der Suchmaschine weiter vorne auf, wenn du den Anforderungen von Google nach kommst.
Das bedeutet, deine Webseite muss ein gewissen Standard aufweisen.
Klingt erst einmal doof – ist es auch.
Wer sich jedoch mal die Anforderungen sowie Tipps & Tricks mal durch liest, stellt fest, einige Dinge, kann man einfach umsetzen.
Zudem ist die Darstellung sowie Perfomance für Desktopnutzer als auch Smartphonenutzer gewährleistet.
Bevor wir also beginnen, führe doch mal kurz noch einen Test durch.
Am Ende der Anleitung, kannst du den Test noch einmal machen und sehen, ob sich an der Performance etwas verbessert hat.
Rufe dazu diese Seite auf: https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/ und gebe deine Domain an.
Wichtig für unseren Zweck aktuell ist die „Antwortzeit des Servers“.
Damit Google zufrieden ist, muss diese unter 0,2 Sekunden leigen.
Auch die Komprimierung ist interesannt und wird hier im Tutorial behandelt.
Tipp: Hast du ein Service wie CloudFlare und / oder AmazonAWS aktiv, deaktiviere diese kurzfristig für den Test. So sehen wir die reine Serverperfomance ohne Hilfe von anderen Servern. Diese können ggf. die Bewertung auch beeinträchtigen.
Hinweis: Es kann vorkommen, das Bilder, Scripte oder CSS-Datein von deiner Webseite bemängelt werden. Lese dort genau nach, um welche Daten es sich handelt. Sind es Bilder von Google, können wir dies getrost ignorieren. Denn wir können diese ja nicht ändern.
Kommen Scripte von z.B. einem WordPress-Theme welches wir nicht selbst erstellt haben, können wir auch daran fast nichts ändern. Oder die Änderung hält nur solange, bis ein Update für das Theme kommt.

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3. nginx in Plesk installieren


nginx ist nicht von Haus aus in Plesk installiert. Daher müssen wir den Service manuell installieren.
Doch was ist nginx?
Dies ist ein Webserver wie Apache, nur rund 5x schneller!
Für normale Webseiten ist nginx super! Wer jedoch einige Tools nutzt, die gewisse Module von Apache benötigen, will eben von Apache nicht weg.
Nginx können wir aber für beide Seiten gut gebrauchen, denn dieser Service wird unsere Homepage deutlich flotter machen.
Installiere daher nginx und mach anschließend 3.1 weiter!
So installierst du nginx:
1. Logge dich als Root / Admin im Webinterface ein.
2. Klicke auf „Tools & Einstellungen“
3. Plesk >> Updates und Upgrades
4. Komponenten hinzufügen / entfernen
5. Webhosting >> Nginx web server and reverse proxy server
6. Dieses Paket aktivieren und mit „Fortfahren“ installieren lassen
7. Fertig!

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3.1 nginx: Proxy oder Server?

nginx ist wie Apache auch ein Webserver. Nur läuft nginx 5x schneller als Apache.
Daher ist nginx für einfaches ausliefern von Webseiten gut geeignet.
Plesk kann ihn als Proxyserver nutzen oder direkt als Webserver einbinden.
Als Proxyserver liefert nginx große Dateien wie Bilder, Videos, ZIP-Dateien oder andere Daten aus.
Die Webseite an sich (also HTML und PHP-Dateien) werden dann von Apache oder FastCGI übernommen.
Als reiner Webserver, kümmert sich nginx um alles. Damit wird unsere Webseite extrem schnell. Wer allerdings auf einige Erweiterungen von Apache nicht verzichten kann, muss die Proxylösung nutzen.
Mein Tipp:
Wer auf Apache nicht verzichten kann, aber eine extrem schnelle Webseite haben möchte, muss seine Webseite richtig aufbauen!
Nutze daher für die Hauptseite den nginx-Server.
Alles was mit Apache verarbeitet werden soll, lagere auf eine Subdomain aus und lass diese mit Apache arbeiten. Binde anschließend die Subdomain in deine Homepage ein.
So wird die Hauptseite schnell geladen und alles andere nach und nach geliefert.
Entscheide dich daher wie es weiter gehen soll. Mach anschließend mit Punk 3.2 ODER 3.3 weiter!

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3.2 nginx als Proxyserver einrichten


Falls du nginx als Proxyserver nutzen möchtest, erhältst du eine kleine Performancesteigerung und kannst immer noch auf Apache setzen.
So aktivierst du die Proxy:
1. Logge dich als Root / Admin oder als Kunde ein (Soweit das Kundenkonto die nötigen Rechte hat)
2. Wähle die Domain aus, welche verändert werden soll.
(Als Root: Kunden >> Domain auswählen >> ggf. Haupt-/Sub-Domain auswählen)
(Als Kunde: Einfach den Domainabschnitt suchen)
3. Einstellungen für Apache & nginx
4. Ein Hacken bei „Proxymodus“ setzen und die „Intelligente Bearbeitung statischer Daten“ aktivieren.
5. Wer möchte, kann jetzt noch die Liste, der Daten bearbeiten, die nginx übernehmen soll.
6. Klicke auf Übernehmen und dann OK

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3.3 nginx als Webserver


Wer nginx als Webserver nutzen möchte, kann dies auch machen!
Dazu müssen wir nur einige Einstellungen ändern.
1. Logge dich als Root / Admin oder als Kunde ein (Soweit das Kundenkonto die nötigen Rechte hat)
2. Wähle die Domain aus, welche verändert werden soll.
(Als Root: Kunden >> Domain auswählen >> ggf. Haupt-/Sub-Domain auswählen)
(Als Kunde: Einfach den Domainabschnitt suchen)
3. Einstellungen für Apache & nginx
4. Entferne den Hacken (falls gesetzt) bei „Proxymodus“ und klicke auf „Übernehmen“.
5. Geh nun eine Seite zurück und wähle „PHP-Einstellungen“ aus.
6. Wähle bei „PHP ausführen als…“ nun „FPM-Anwednung von nginx bedient“ aus.
7. Klicke nun auf „Übernehmen“
8. Fertig!

Deine Webseite wird nun mit nginx ausgeliefert!
Sie sollte jetzt schon spürbar schneller laden.

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4. Mehr RAM für Webseiten / Webserver


Wenn der Webserver genug RAM hat, kann er schneller arbeiten. Dabei kann der Server mit Daten für Webseiten in Zwischenspeicher laden und an Besucher deiner Seite ausliefern.
1. Logge dich als Root / Admin oder als Kunde ein (Soweit das Kundenkonto die nötigen Rechte hat)
2. Wähle die Domain aus, welche verändert werden soll.
(Als Root: Kunden >> Domain auswählen >> ggf. Haupt-/Sub-Domain auswählen)
(Als Kunde: Einfach den Domainabschnitt suchen)
3. Wähle „PHP-Einstellungen“ aus.
4. Ändere nun das „memory_limit“ auf einen Wert ab, der passend zu seinem Serversystem gesetzt ist.
Dabei eignet sich ein Wert von 512MB bis zu 2GB (2048MB).
Achte dabei auf die aktuelle Serverauslastung von Schritt 1 und auf den tatsächlich verfügbaren / verbauten RAM.
5. Wer möchte, kann noch „opcache.enable“ aktivieren
6. Klicke auf Übernehmen.
Mein Tipp: Sollte dein Server z.B. 8GB RAM besitzen und du betreibst 2-3 Webseiten und ansonsten nichts auf dem Server, kann das Memory_Limit problemlos auf 2GB gesetzt werden.
Der gesetzte Wert wird bei kleinen Webseiten eh nie erreicht. Sollte aber mal eine große Menge an Besucher auf deine Webseite auf einmal los gehen, hat der Server genügen Ressourcen zur Verfügung.
Beachte allerdings ein: Vergebe nie mehr als 90% des verbauten RAMs an den Webserver! Das System braucht auch noch ein paar MB zum laufen! 😉

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5. Schnellere Ladezeiten mit gzip


Mit gzip kann der Server die Webseiten in gezip-Archive packen und ausliefern.
Der Browser entpackt diese Datei dann wieder und zeigt die Webseite an.
Zwar hat man zwei Schritte beim Laden mehr, aber die Webseiten werden dabei schneller übers Netz geladen und der Entpackvorgang ist in Millisekunden oder maximal 1-2 Sekunden erledigt.
Neue Browser können mit gzip deutlich schneller die Seiten laden.
Gibt es ein Vorteil für den Server?
Ja! Die Festplatten werden auf Dauer etwas entlastet.
Denn ein gzip-Packet legt sich in RAM und wird von dort aus, an die Besucher verteilt.
So muss z.B. für die Startseite nur ein Paket erstellt werden und kann an alle Besucher verteilt werden.
Dabei wird nur 1x die Festplatte genutzt und dann alles aus dem RAM gesteuert.
Wird die Startseite einmal umgebaut, wird das gzip-Paket automatisch neu erstellt.
Google selbst rät auch zu dieser Methode.
So kannst du gzip mit Plesk nutzen:
1. Logge dich als Root / Admin ein
2. Wähle die Domain aus, welche verändert werden soll.
Kunden >> Domain auswählen >> ggf. Haupt-/Sub-Domain auswählen
3. Wähle „Einstellungen für Apache & nginx“ aus
4. Trage nun bei „Zusätzliche Anweisungen für …“ folgender Code ein:
Für Apache:

<IfModule mod_deflate.c>
AddOutputFilterByType DEFLATE text/html text/xml text/css text/plain
AddOutputFilterByType DEFLATE image/svg+xml application/xhtml+xml application/xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/rdf+xml application/rss+xml application/atom+xml
AddOutputFilterByType DEFLATE text/javascript application/javascript application/x-javascript\r\nAddOutputFilterByType DEFLATE application/x-font-ttf application/x-font-otf
AddOutputFilterByType DEFLATE font/truetype font/opentype
</IfModule>

Für nginx:

gzip on;
gzip_disable „MSIE [1-6]\.(?!.*SV1)“;
gzip_proxied any;
gzip_types text/plain text/css application/x-javascript text/xml application/xml application/xml+rss text/javascript image/x-icon image/bmp image/svg+xml;
gzip_vary on;

5. Klicke auf „Übernehmen“

Mein Tipp: Bei Nutzung von Apache und nginx trage die Codes für beide Server ein. Nutzt du nur Apache oder nginx, trage den Code für den gewählten Service ein.
Hinweis: Diese Werte kann NUR der Root / Admin eintragen! Kunden haben keinen Zugriff auf diese Eingabebox!
Füge den Code nicht direkt in die Config des Webservers ein! Bei einem Update von Plesk, kann dies automatisch zurück gesetzt werden! Dann sind alle Einstellungen wieder weg.

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6. Error 403 und 404 bei WordPress bei Aktivierung von nginx als Webserver

Du bekommst nach Aktivierung von nginx als Webserver auf deiner Homepage nur noch den Error 404 oder 403 zu sehen?
Die Startseite kann möglicherweise noch funktionieren, aber alle Unterseiten sind weg?
Dies liegt an WordPress und nicht an deinem Server.
Denn WordPress nutzt zum einen feste Links (domain.com/?p=12345) für Seiten und Beiträge und zum anderen manuelle Links (domain.com/beitragXLZ).
Da du in deinem Menü sicherlich die manuellen Links eingebaut hast, kann WordPress mit nginx diese leider aktuell nicht mehr finden.
So fixt du diesen Fehler:
1. Logge dich als Root / Admin ein
2. Wähle die Domain aus, welche verändert werden soll.
Kunden >> Domain auswählen >> ggf. Haupt-/Sub-Domain auswählen
3. Wähle „Einstellungen für Apache & nginx“ aus
4. Trage nun bei „Zusätzliche nginx-Anweisungen“ folgender Code ein:

if (!-e $request_filename) {
rewrite ^.*$ /index.php last;
}

5. Klicke auf Übernehmen
6. Prüfe ob die Seiten nun wieder korrekt läd.

WARNUNG: Falls du Fail2Ban schon aktiviert hast, deaktivere das Jail für WordPress (Plesk-Wordpress). Ist es aktiviert, erhälst du immer den 404- oder 403-Error!

Sollte der Fehler weiterhin auftreten, schau mal im Plesk-FAQ vorbei. Dort gibt es eventuelle Lösungsansätze:
https://kb.plesk.com/en/126908
Hinweis: Solltest du schon von Schritt 5 den Code für gzip verwenden, füge den Code aus Schritt 6 einfach darunter ein.

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7. Mehr Power mit PHP7


In Plesk gibt es seit einiger Zeit die Möglichkeit, PHP7 zu nutzen.
Als Standard ist immer noch PHP5 gesetzt und dies wird auch immer noch mit Updates versorgt, PHP7 ist aber etwas flotter und sparsamer als PHP5.
So kannst du PHP7 aktivieren:
1. Logge dich als Root / Admin ein
2. Klicke auf „Tools & Einstellungen“
3. Plesk >> Updates und Upgrades
4. Komponenten hinzufügen / entfernen
5. Web hosting >> PHP interpreter versions >> PHP 7.X aktivieren
6. Auf „Fortfahren“ klicken und installieren lassen
7. Den Updater schließen und zurück ins Webinterface gehen
Ab jetzt können die Kunden selbst, die Einstellungen vornehmen, soweit die nötigen Reche vergeben wurden.
8. Kunde auswählen
9. Domain auswählen
10. „PHP-Einstellungen“ auswählen
11. Bei „PHP Unterstützung (PHP-Version …)“ PHP 7.X auswählen
12. Auf „Übernehmen“ klicken

Hinweis: Es wurden einige Funktionen in PHP7 von PHP5 entfernt oder umgestellt.
Sollten diese von deiner Webseite / einem Service benötigt werden, kann dieser unter Umständen nicht korrekt / gar nicht funktionieren.

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8. Spam-Schutz aktivieren


Wer kennt es nicht, super günstiger Pillenversand oder die hübschen jungen Frauen, die auf uns Warten.
Spam nervt und wird immer gefährlicher, da auch Viren dahinter stecken.
Mit Plesk kann man auch einfache weise, einen Spamschutz installieren, der das meiste schon mal raus filtert.
Wir nutzen in dieser Anleitung das AddOn MagicSpam, welches gratis nutzbar ist.
1. Logge dich als Root / Admin im Webinterface ein
2. Klicke auf „Erweiterungen“ auf der linken Seite
3. Klicke oben auf „Katalog der Erweiterungen
4. Suche dort „MagicSpam Embedded Protection X.XX“
5. Lass es installieren
6. Ist es installiert, erhältst du bei „Tools & Einstellungen“ nun den Punkt bei „Zusätzliche Services“ MagicSpam Prtection hinzu. Wähle diesen aus!
7. Gehe auf „Einstellungen“ und aktiviere den Schutz (soweit noch nicht automatisch passiert)
8. Klicke auf den Unterpunkt „Ausnahmen“ und füge dort, deine E-Mailadressen in die Whitelist hinzu.
Damit kannst du sicher gehen, das deine Mails ankommen.

Hinweis: Trage nicht die Mails ein, die auf dem Server gehostet werden! Durch Absenderfälschung werden diese dann immer durchgelassen. So landen Spammails mit angeblich deinem Absender in deinem Postfach. Trage daher nur deine (z.B.) @gmx.de @outlook.de o.ä. Adressen dort ein!
9. Bei „Server Richtlinien“ kannst du Regeln aktivieren, die zur Prüfung auf Spam angewandt werden.
Ich empfehle alles zu aktivieren. So kommt fast kein Spam mehr rein.
Dies kann aber je nach Belieben angepasst werden.
10. Bei „IP-Reputation“ können noch Regeln für IP-Blocking aktiviert werden. Ich Empfehle auch diese zu aktivieren.

Fertig!
Nun sollte weniger Spam in deinem Postfach landen!

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9. Schutz vor DDOS und Bruteforce

Es dauert nicht lange und dein Server mit sammt IP steht in den Datenbanken von Hackern.
Kurze Zeit später wird dein Server gescannt. Absofort sind Portscans an der Tagesordnung. Dazu kommen noch Bruteforce-Angriffe auf alle Services wie z.B. SSH, Postfix, Ples, WordPress und viele mehr.
Wer dir schaden zufügen möchte, beginnt mit DDOS-Attacken auf deinen Server. Diese werden meist gezielt abgefeuert und landen direkt auf der Netzwerkkarte und nicht bei einem Dienst wie z.B. Apache.

Um den Hackern die Chance kontrolle über den Server zu bekommen, so klein wie möglich zu halten, solltest du den Server schützen.
Nicht nur der Schutz wird dabei erhöht, auch die Perfomance sinkt nicht ein.

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9.1 DDOS-Schutz für SYN-Packete

SYN-Packete sind Synchronisierungspackete zwischen dem Server und dem Zielrechner. Dabei sendet ein Rechner ein Synchronisationspacketan den Server. Dieser sendet als Antwort ein ACK-Packet. Dabei interessiert sich der Angreifer nicht für das ACK-Packet und beginnt mit dem Senden von SYN-Packeten. Dies passiert nicht nur einmal (wie eigentlich üblich), sondern mehrere tausend mal in der Sekunde.

Das Absichern ist recht einfach. Wir aktivieren SYN-Cookies! Dies ist auch eine empfohlene Methode von den Plesk-Entwicklern.
1. Logge dich als Root mit SSH auf deinem Server an.
2. Führe einfach folgenden Befehl aus: /sbin/sysctl -w net.ipv4.tcp_syncookies=1
3. Fertig!

Nun wird eine Synchronisation 1x beantwortet. Sollte diese öfter auftreten, werden alle anderen Anfragen fallen gelassen.

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9.2 Bruteforce-Schutz Fail2Ban

Um dein gesamten Server vor DDOS-Atakkten zu schützen, empfehle ich das Plugin Fail2Ban.Es ist eine gratis Erweiterung die automatisch IP-Adressen und Doamins sperrt, die zu häufig auf den Server sich mit falschen Einwahldaten verbinden möchten.Dieser Schutz prüft alles! Vom normalen Homepage-Login bis hin zu SSH und MySQL.
1. Logge dich als Root / Admin im Webinterface ein
2. Tools & Einstellungen >> Update & Upgrades
3. Fail2Ban aktivieren
4. Klicke auf „Fortfahren“ und lass es installieren
5. Du erhältst bei Tools & Einstellungen nun bei Sicherheit „Sperren von IP-Adressen (Fail2Ban) dazu. Klick diesen Eintrag an
6. Gehe in den Tab „Vertrauenswürdige IP-Adressen“
7. Füge dort alle IP-Adressen von Servern ein, die dir gehören oder denen du vertraust (z.B. CloudFlare oder andere Server von dir)
8. Gehe in den Tab „Jails“ und aktiviere nun die Schutzmechanismen deiner Wahl. Das beste ist, alles zu aktivieren.
9. Gehe in den Tab „Einstellungen“ und passe Bannzeit, die Intervallzeit und Anzahl der fehlgeschlagenen Versuche ein.
Tipp: 600 Sekunden und 3 Versuche. Hält alles gut ab, ohne den normalen Besuchern eine zu lange Sperre rein zu drücken.
10. Klicke auf „Übernehmen“

Fertig! Nun hast du ein effektiven Schutz aktiviert!
Über „Protokolle“ kannst du auslesen, welche IPs gesperrt wurden.
Diese kannst du z.B. bei
https://abuseipdb.com/ melden und andere User vor dieser IP warnen.
Ich melde dort zum Teil auch IP Adressen: https://abuseipdb.com/user/12097

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10. Firewall aktivieren


Eine Firewall hält das meiste ab! Daher ist es ratsamm eine Firewall zu aktivieren. Plesk liefert eine einfache Firewall gleich mit!

1. Logge dich als Root / Admin in das Webinterface ein
2. Tools & Einstellungen >> Updates und Upgrades
3. Plesk extensions >> Plesk >> Firewall aktivieren
4. Klicke auf „Fortfahren“ und lass die Erweiterung installieren
5. Gehe zurück in das Webinterface
6. Tools & Einstellungen >> Sicherheit >> Firewall
7. Aktiviere die Firewall mit dem grünen Knopf oben
8. Passe nun deine Firewallregeln an, indem du auf „Plesk Firewallregeln modifizieren“ klickst und neue Regeln definierst / bestehende veränderst.

Hinweis: Hast du andere Serverdienste wie TeamSpeak 3 & Co. auf deinem Server installiert, musst du die genutzten Ports hier jetzt freigeben! Ansonsten kann keiner mehr auf diese Server connecten!

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11. Ausfallsicherheit und mehr Leistung mit CloudFlare

Plesk kann mit Plugins CloudFlare direkt mit einbinden. CloudFlare kann kostenlos genutzt werden. In der kostenlosen Variante, hat man einen Ausfallschutz und ein Caching-Server im Paket mit drin. Dies sorgt für deutlich schnellere Ladezeiten von Bilder und Videos. Kunden können selbst entscheiden, ob sie CloudFlare nutzen möchten, oder lieber direkt auf den Server gehen.

Hinweis: Wird CloudFlare schon eingesetzt und / oder mit anderen Plugins gesteuert (z.B. direkt über WordPress), wird das Plugin in Plesk nicht unbedingt gebraucht.

1. Logge dich mit Root / Admin im Webinterface ein
2. Klicke auf „Erweiterungen“ >> „Katalog der Erweiterungen“
3. Suche nach „ServerShield by CloudFlare X.X.X“ und installiere es
4. Kunden können nun sich in Plesk mit einer E-Mail bei CloudFlare registrieren.

Der Rest wird automatisch abgewickelt. Kunden können nun direkt bei CloudFlare Einstellungen treffen.

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12. Den Hoster-Hunger stillen


Sich um einen Server zu kümmern, macht hungrig!
Warum nicht in Plesk direkt Pizza bestellen?
Geheimtipp: Hast du einen Partnervertrag mit einem Lieferdienst, nutze dein Reflink dafür 😛
1. Logge dich als Root / Admin im Webinterface ein
2. Klicke auf „Erweiterungen“ auf der linken Seite
3. Klicke oben auf „Katalog der Erweiterungen
4. Suche dort „GET Your Pizza 1.0.0“
5. Du erhältst bei „Erweiterungen“ nun das Plugin dazu. Klicke es dort an
6. Füge ein Link zu einem Lieferdienst bei „Set your own pizza link“ ein und klick auf OK
7. Du hast nun ein direkten Link zum Lieferdienst auf der Startseite in Plesk!

Guten Hunger!

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